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Castellberg-Projekt Ballrechten-Dottingen |
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1. Projektbeschreibung |
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Studienprojekt zur Sanierung und Erhaltung eines historischen Weinbergs mit Trockenmauern und Steintreppen in einmaliger Steillage des Markgräflerlandes. |
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Die Rebanlagen am Castellberg sind ab dem Jahre 1784, im Zusammenhang mit der Förderung des Weinbaus und der Einführung der Gutedelrebe im Markgräflerland durch Markgraf Karl-Friedrich, entstanden. Die steilen süd- und südostexponierten Rebanlagen mit Trockenmauern und Steintreppen, welche in harter körperlicher Arbeit von den Winzern und Handwerkern errichtet wurden, sind ein wertvolles Natur- und Kulturerbe. Durch Witterungseinflüsse sind ca. 1/3 der Trockenmauern und alle drei Treppenanlagen schadhaft und an vielen Stellen nicht mehr standsicher. Die Bewirtschaftung der steilen Rebkulturen ist teilweise akut gefährdet. |
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Auf Initiative des Arbeitskreises Natur und Umwelt sowie der Gemeinde Ballrechten-Dottingen soll in einer konzertierten Aktion gemeinsam mit den Winzern, dem Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidien Freiburg und Stuttgart), dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und dem Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg die Sanierung des Weinbergs mit seinen Trockenmauern und Steintreppen durchgeführt werden. |
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Ziele des Projekts |
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- Sicherung der Weinbau-Bewirtschaftung am Castellberg
- Erhalt einer historischen Kulturlandschaft in Weinbergs-Steillage
- Erhalt des Lebensraums für eine seltene Tier- und Pflanzenwelt
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Die Sanierung des historischen Weinbergs ist nun angelaufen. Im Winterhalbjahr 2006/2007 wurden Vorarbeiten wie die Freilegung der Trockenmauern von Bewuchs, Enthurstungen und die Beschaffung von Bruchsteinmaterial durchgeführt. Von Bürgern und der Jungfeuerwehr Ballrechten-Dottingen, dem NABU Ortsgruppe Müllheim und der Naturschutzjugend (NAJU), den Jugendlichen des Juze, der Bergwacht Ortsgruppe Sulzburg, der PVD-Gruppe aus Müllheim und den Winzern wurden in diesem Zeitabschnitt über 1.000 Einsatzstunden geleistet. |
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Die Gesamtkosten des Projekts betragen ca. 1 Mio. €. Die Sanierung wird nach dem Gefährdungsgrad der geschädigten Bereiche in drei Bauabschnitten ausgeführt. Die Sanierungsarbeiten des ersten Bauabschnitts wurden vom März bis September 2007 durchgeführt. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden drei Steintreppen und 1.400 m² Trockenmauern mit akutem Handlungsbedarf saniert. Der Kostenaufwand hierfür betrug ca. 300.000 €. Mit dem zweiten Bauabschnitt - Hauptbauabschnitt – wurde im November 2008 begonnen. Die Kosten für diesen Abschnitt sind mit rund 270.000 € veranschlagt. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich mit dem dritten Bauabschnitt im Jahr 2010 abgeschlossen werden können. |
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Das Projekt wird unterstützt und finanziell gefördert von der Gemeinde Ballrechten-Dottingen, dem Land Baden-Württemberg (Regierungspräsidien Freiburg und Stuttgart), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit der Fernsehlotterie GlücksSpirale, der Stiftung Naturschutzfonds, der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg, den örtlichen Weingütern sowie durch Spenden und durch das Engagement zahlreicher freiwilliger Helfer aus dem Winzerdorf und der Nachbarschaft. Die Badische Zeitung hat das Patronat für das Projekt übernommen.
Kennzeichnend für das Projekt ist die hervorragende örtliche und überregionale Zusammenarbeit von Gemeinde, Fachbehörden, Universität, Winzern, Weingütern, Vereinen, Bürgerschaft und Sponsoren, ohne diese die Sanierung und damit der Erhalt dieser einmaligen Kulturlandschaft für die künftigen Generationen nicht möglich wäre. |
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