Ballrechten-Dottingen
   
 
 
   
 
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Zu den Wappen der Gemeinden

Die 1971 wieder vereinigten Gemeinden Ballrechten und Dottingen haben seit 1973 ein gemeinsames neues Wappen.
Das Wappen zeigt im geteilten Schild oben in Silber eine blaue Weintraube an schwarzem Stil, unten in rot einen goldenen Kelch.


   

  Das alte Ballrechter Wappen zeigte in Silber auf grünem Dreiberg an schwarzem Pfahl einen grünen Weinstock mit zwei blauen Trauben.
Der Hinweis auf die Weinrebe beinhaltet die über 11oo-jährige Weinbautradition der Gemeinde.
     

 

Im ehemaligen Dottinger Wappen waren in geteiltem Schild oben in blau ein silberner Flügel, unten in rot ein goldener gedeckter Kelch zu sehen.
Der Kelch ist dem Wappen der Herrn von Staufen entnommen, die als Lehensträger bis 1602 die Ortsherrschaft ausübten.

   

Aus der Geschichte von Ballrechten und Dottingen
   
Ballrechten. Bisher früheste archäologische Funde sind Plattengräber aus der Zeit des 7. – 8.Jahrhunderts. Der Ort wird in einem Güterverzeichnis des Klosters Lorsch aus dem Jahre 840 als „villa baldrathinga“ erwähnt.Die Siedlung gehörte ab 1111 zur Herrschaft Staufen, dem Einflussbereich der Zähringer.Die Ritter und späteren Freiherrn von Staufen übten die Ortsherrschaft aus.
1457/58 kaufte Karl I, Markgraf von Baden, die Dörfer Ballrechten und Dottingen um 450 Gulden und gab sie den Herren von Staufen als Lehen. Damals bestand das Dorf aus 19 Häusern und dem Pfarrhaus.

Dottingen. Eine befestigte Höhensiedlung aus vorgeschichtlicher Zeit ist auf dem Kastelberg nachweisbar. Im Inneren der Befestigung sind Siedlungen aus der Zeit des 15. Jah. v.Chr. bis zum 7.Jah.v.Ch. dokumentiert.
Im Mittelalter entstand eine Burg, die erst 1841 entdeckt worden ist..
Der Ort wurde 1265 erstmals urkundlich genannt.
Eine Kirche begegnet uns als „capella Tottihan,filialis parochialis Stauffen“. Sie wird 1479 als „Sandt Arbgasts kirche“ erwähnt.
Im Jahre 1474 befanden sich 14 Häuser und eine Mühle am Ort.
Versuche des Markgrafen von Baden im 17.Jah.sowie Anfang des 18.Jah., den Ort der protestantischen Religion zuzuführen,schlugen fehl.
1789 gab es bereits 40 Häuser und 4 Mühlen.

Als 1602 das Geschlecht der Staufer ausgestorben war, wurde das Lehen wieder eingezogen und die Orte Ballrechten und Dottingen wurden als Vogtei der Verwaltung in Sulzburg unterstellt, das zu Baden – Durlach gehörte (1602 – 1773 ).
Die Gemeinden stellten abwechselnd Vogt und Stabhalter. Seit 1739 gab es einen Lehrer.
Mit der Gründung des Großherzogtums Baden 1806 kommen die Orte zum Amt Heitersheim.1811 wurde die Vogtei Ballrechten - Dottingen aufgelöst und die Gemeinden wurden wieder selbständig. 1819 Aufhebung des Amtes Heitersheim. Die Gemeinden wurden dem Bezirksamt Staufen zugeteilt.
Seit 1832 gab es Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen.
1937 kommen die Orte zum Amtsbezirk Müllheim, aus dem 1941 der Landkreis Müllheim hervorging.
Die Gebietsreform von 1970 brachte die Zuordnung zum Landkreis Breisgau – Hochschwarzwald.
Die erste und sehr erfolgreiche freiwillige Zusammenlegung im früheren Landkreis Müllheim wurde von den Orten Ballrechten und Dottingen beispielhaft vorgeführt.
Mit der 1950 erfolgten Gründung der Winzergenossenschaft Ballrechten – Dottingen wurde ein wesentlicher wirtschaftlicher Erfolg, aber auch gesellschaftliche Entwicklung für beide Orte ermöglicht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein starker Bevölkerungszuzug ein und die Einwohnerzahl stieg beträchtlich.
Die Landwirtschaft veränderte sich durch Flurbereinigung und vermehrten Anbau von Sonderkulturen.Der Weinbau nahm den ersten Platz ein.


Erfolgreiche Gewerbeansiedlungen schufen neue Arbeitsplätze. Nicht zuletzt durch Ortsbildsanierungen und –verschönerungen und die erfolgreichen Bemühungen der Gemeinde, der Bürgerschaft und der Unternehmen nahm der Tourismus ebenfalls zu.
Gute Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Entfaltung sind durch eine ansprechende Infrastruktur und vielfältige Aktivitäten der Vereine, der VHS, des Bürgerengagements auch
über das neue Projekt Lebensqualität durch Nähe auf beachtlichem Niveau gegeben.
Ballrechten-Dottingen ist eine aktive und junge Gemeinde mit hohem Wohn- und Freizeitwert.

 
           
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